Sei kein Depp, wirf nix weg!
Sei kein Depp, wirf nix weg!
Aus dem Auto, aus dem Sinn – Abfälle am Straßenrand
Wer mit offenen Augen unterwegs ist, egal ob mit dem Auto, dem Motorrad oder zu Fuß, der sieht es beinahe überall: dort eine Dose, da ein Sackerl, dort ein Trinkbecher. Der Gemeindeverband für
Abgabeneinhebung und Umweltschutz im Bezirk Krems widmet sich anlässlich der niederösterreichweiten Frühjahrsputzaktion dieses Jahr den Abfällen neben der Straße und nimmt kritisch den
Verursacher in den Fokus.
Abfälle am Straßenrand sind ein besonderes Problem!
Achtlos weggeworfene Plastikflaschen, Getränkedosen, Zigarettenstummel, Styroporboxen, Verpackungssackerl – beinahe alles was unterwegs konsumiert werden kann, findet man in den Straßengräben.
Und das nicht ohne Folgen, denn spätestens zu Beginn der Mähsaison fallen diese Stoffe – verdeckt durch das hohe Gras – dem Mähbalken zum Opfer. Sie werden zerkleinert, damit immer schlechter
sichtbar und letztendlich nicht mehr einsammelbar. Diese zerkleinerten Teile transportiert das Regenwasser über Entwässerungsrinnen in Bäche und Flüsse. In Folge nehmen Fische und andere im und
neben dem Wasser lebende Tiere die Schadstoffe auf und damit gelangen sie in den Kreislauf. „Ich denke die Sinnhaftigkeit der Abfallsammlung und -trennung sollte in der Zwischenzeit auch bei
eingefleischten Single-Intelligenten angekommen sein. Trotzdem gibt es noch Deppen, die „Fenster auf und raus“ beim Autofahren praktizieren! Niemand würde das bei seinem Küchenfenster machen
und damit seinen Garten zumüllen. Warum also beim Autofahren? Deswegen unsere große Bitte: Sei kein Depp, wirf nix weg!“, erörtert GV Krems Geschäftsführer Gerhard Wildpert die Kampagne. „Mit
dieser Kampagne wollen wir die Täter vor den Vorhang holen. Die Aktion „Wir halten Niederösterreich sauber“ stützt sich auf die Tausenden Freiwilligen, die Jahr für Jahr die weggeworfenen
Abfälle fleißig einsammeln. Über die Verursacher schweigen wir. Damit ist jetzt Schluss. Warum sind die Frühjahrsputz-Aktionen überhaupt noch notwendig? Sollte es in Zeiten wie diesen nicht
selbstverständlich sein, dass man Abfall nicht einfach wegwirft? Mit der Aktion des GV Krems wollen wir das Bewusstsein auf die Verursacher lenken. Gäbe es keine „Wegwerfer“, müssten die
anderen nicht aufräumen!“, reflektiert GV Krems Obmann Mag. Roman Janacek die Situation.
„Sei kein Depp, wirf nix weg“-Kampagne soll Bewusstsein schärfen
Um wachzurütteln und zum Nachdenken anzuregen hat der GV Krems eine breit angelegte Kampagne ins Leben gerufen: Sei kein Depp, wirf nix weg! Plakatflächen im gesamten Verbandsgebiet,
Busbeklebungen und Kinospots rund um den zentralen Slogan sollen zu einer Bewusstseinsänderung führen. Der Verursacher rückt in den zentralen Mittelpunkt. „Nach 20 Jahren Aufräumen wollen wir
mit unserer Kampagne den Blickwinkel ändern. Es ist an der Zeit nichts mehr achtlos wegzuwerfen! Wir bieten mit unseren 16 Wertstoffzentren, 500 Sammelinseln für Altglas und einer gut
funktionierenden Hausabholung von Rest- und Biomüll sowie Altpapier und Verpackungen eine top Infrastruktur. Unterwegs wird das Angebot von mehr als 160 Trennstationen verstärkt, die richtige
Abfalltrennung beim Ausflug ermöglichen. Summa summarum ist jede Art von Littering daher paradox und absolut nicht tolerierbar!“, demonstriert Geschäftsführer Gerhard Wildpert die Infrastruktur
des GV Krems, die eine Benchmark-Rolle in Niederösterreich einnimmt.
Die Kampagne startet im Mai 2026 und ist schwerpunktmäßig für die Dauer von 6 Wochen angelegt. Darüber hinaus soll sie aber in regelmäßigen Abständen immer wieder zum Perspektivenwechsel rund
um den Frühjahrsputz und Anti-Littering einladen. Pro Jahr finden rund 50 Frühjahrsputz-Aktionen im Bezirk Krems statt.

Kampagnensujet: Mit dem einprägsamen Motiv der Kampagne "Sei kein Depp, wirf nix weg!" rückt der Täter in den Vordergrund und es wird anschaulich das Fehlverhalten durch Littering aufgezeigt. ©
GV Krems, Abdruck bei Namensnennung honorarfrei.

Foto1: Die offizielle Präsentation der Kampagne „Sei kein Depp, wirf nix weg“ erfolgte durch Obmann Mag. Roman Janacek und Geschäftsführer Gerhard Wildpert. © Zaiser_Wachsmann_Verlag
